So kannst du einen guten Waschvollautomat kaufen

WaschvollautomatNoch Anfang der 1960er Jahre besaßen rund 27 % der Haushalte im früheren Westdeutschland eine Wäscheschleuder. Nach Einführung der Waschvollautomaten, die nach dem Waschprogramm auch einen Schleudervorgang anbieten konnten, verloren die Wäscheschleudern an Bedeutung und sind heute fast vollständig vom Markt verschwunden. Heute findet man Wäscheschleudern in Privathaushalten daher nur noch selten, dafür den Waschvollautomat umso öfter. In diesem Artikel möchte ich dir einige nützliche Informationen für den Kauf eines Waschvollautomaten geben.

Was muss ich beim Waschvollautomat kaufen beachten?

Waschvollautomaten gibt es in viele Angeboten und in dutzenden unterschiedlichen Ausführungen. Dieser Umstand verwundert auch kaum, gehört diese eigentlich simple Technik doch zum Lebensstandard unserer Generation. Wäsche einfüllen, ein wenig warten und Wäsche wieder entnehmen – so einfach kann Waschen sein. Ganz raffinierte Modelle kombinieren den Waschgang dann auch noch mit einem Trockengang, so dass gar keine Arbeit mehr übrig bleibt. Nur der Waschvollautomat, der auch noch bügelt und die Wäsche zusammenlegt, wurde noch nicht erfunden.

Beim Kauf eines solchen Geräts sind einige Entscheidungen zu treffen, die maßgeblich auch den Preis bestimmen.
Zunächst gibt es da Kriterien wie die Energieeffizienzklasse. Da Großhaushaltsgeräte wie Waschvollautomaten oft nicht besonders sparsam mit den Ressourcen Strom und Wasser umgehen, ist es ratsam, eine Maschine in einer möglichst guten Energieeffizienzklasse zu erwerben.

In erster Linie geht es aber natürlich darum, wie gut die Wäsche gewaschen wird. Dazu muss die Maschine besonders gute Werte bei der Wasch- und Schleuderwirkung aufweisen. Dabei sollte die Schleuderleistung nicht unter 1200 Umdrehungen pro Minute liegen. Je höher die Schleuderleistung ist, desto besser ist in der Regel auch der Waschvollautomat. Allerdings sind Waschvollautomaten mit hoher Schleuderleistung meistens auch teurer als Waschvollautomaten mit niedriger Schleuderleistung. Je schneller letztendlich geschleudert werden kann, desto trockener kommt die Wäsche aus der Maschine.

Wichtig ist außerdem, welches Fassungsvermögen die Maschine aufweist. Für Familien sollte dieses eher hoch (7 – 10 kg), für Singlehaushalte kann es auch ein bisschen geringer (3 – 5 kg) sein. Wenn es besonders hygienisch sein soll, sollte die Auswahl auf eine Maschine mit besonderem Hygieneprogramm fallen, dass die Temperatur beim Waschen möglichst lange möglichst hoch halten kann.

Aber auch andere Waschprogramme wie Hand-, Woll- oder Feinwäsche sind nicht zu vernachlässigen, können sie doch die Lebensdauer der gewaschenen Kleidung erheblich verlängern. Besondere Features, die nützlich sind, wären zum Beispiel Displays, die die Restwaschzeit anzeigen oder eine Kindersicherung, die das unbeabsichtigte Schließen der Waschmaschinentür verhindern. Unter nachfolgenden Links kannst du einen guten Waschvollautomaten kaufen:

Wie funktioniert ein Waschvollautomat?

Waschvollautomat FunktionenDer Zyklus eines Waschvorgangs wird Waschgang genannt. Dieser ist in verschiedene zeitliche Phasen aufgeteilt. Waschvollautomaten besorgen die Abfolge selbsttätig, wobei meist eine Elektronik mit Microcontroller die Steuerung übernimmt. Im preiswerten Segment kommen aber auch noch mechanische Programmschalter vor. Der Ablauf des Waschvorgangs:

  • Einweichen: Soweit erforderlich; bei manchen Geräten automatisch, sonst händisch: zum Lösen von einweichbaren (v. a. eiweißhaltigen) Verunreinigungen
  • Vorwäsche: Dient zum Ausspülen größerer Schmutzmengen (Staub, Sand) aus stark verschmutzter Arbeits- und Kinderkleidung (in Europa heute selten)
  • Hauptwäsche oder Hauptwaschgang: Waschflotte und Mechanik wirken ein, der Schmutz wird aus der Wäsche herausgelöst
  • Spülen: Reste der Waschflotte samt gelöstem Schmutz werden in mehreren Spülgängen ausgespült
  • Weichspülen/Stärken: Textilpflegemittel, die in der Wäsche verbleiben sollen (Weichspüler, Wäschestärke, Imprägnierungen) werden im letzten Spülgang eingespült
  • Endschleudern: Entwässert die triefnasse Wäsche

Der Unterschied zwischen Waschvollautomat und Waschmaschine

Heutzutage sind nahezu alle Waschmaschinen auch Waschvollautomaten. Das heißt nämlich einfach nur, dass du die einzelnen Waschprogramme nicht manuell abhaken und selbst einstellen brauchst, sondern die Maschine einen bestimmten Ablauf vollautomatisch abarbeitet. Also vorspülen, waschen, spülen und schleudern. Bei alten Waschmaschinen gab es einen speziellen Spülgang, einen Schleudergang usw. Die beschriebenen Kombinationen aus Trockner und Waschmaschine heißen auch genauso (Waschmaschine/Trockner Kombination oder Waschtrockner) und sind in der Tat nicht immer empfehlenswert, weil vor allem die Trockner häufig schwächeln.